PROGRAMM

Räderuhren aus Nürnberg und Augsburg im 16. und 17. Jahrhundert

13. September, 11:30 – 12:30 Uhr

In der Frühen Neuzeit übernahmen zwei Städte die Führung bei der Herstellung von Uhren und wissenschaftlichen Instrumenten: Augsburg und Nürnberg. In Zusammenarbeit mit anderen spezialisierten Gewerken entstanden prachtvolle Gehäuse, und die Uhrmacher wetteiferten in der Schöpfung phantasievoller und komplizierter Indikationen. Im Verlauf des 17. Jahrhunderts ging die Dominanz der beiden freien Reichsstädte jedoch verloren. Die uhrentechnische Entwicklung verlagerte sich nach England, Frankreich und schließlich in die Schweiz.

Günther Oestmann

Bremen

Ausbildung zum Uhrmacher. Studium der Kunstgeschichte, Neueren Geschichte und Geschichte der Naturwissenschaften in Tübingen und Hamburg. Dissertation über die astronomische Uhr des Straßburger Münsters, 1993 mit dem Philipp – Matthäus – Hahn – Preis ausgezeichnet. Habilitation über das Verhältnis Heinrich Rantzaus zur Astrologie. 2002 Meisterprüfung an der Uhrmacherschule Karlstein/Österreich. 2013 „Prix Gaïa“ des Musée International d’Horlogerie in der Kategorie Geschichte/Forschung. 2014 korrespondierendes Mitglied der Académie Internationale d’Histoire des Sciences (Paris). 2017 apl. Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Technischen Universität Berlin.