PROGRAMM

Die frühsten astronomischen Monumentaluhren in Mitteleuropa mit speziellem Blick auf die Berner Uhr

13. September, 9:00 – 10:00 Uhr

Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts entstehen in Europa die ersten astronomischen Monumentaluhren. Ihr Zifferblatt besteht meist aus einem Astrolabium, einem Abbild des damals vertrauten geozentrischen Weltbildes. Nur wenige dieser Uhren – u. a. diejenige in Bern – funktionieren heute noch weitgehend im Originalzustand.

Wie war es den Gelehrten möglich, Wunderwerke zu bauen, von denen man sagte, sie könnten nur mit der Eingebung göttlichen Geistes vollbracht werden? Was waren die Beweggründe, an Türmen und in Kathedralen mechanische Weltmodelle zu errichten?

Markus Marti

Bern

Nach dem Studium an der Fachhochschule für Elektrotechnik Dipl. Fernmeldeingenieur bei Hasler, Ascom und Ericsson. Seit 1978 nebenberuflich Zeitglockenrichter von Bern. 1981 bis 1983 leitete er die Renovationsarbeiten am Astrolabium im Auftrag der Stadt Bern. Seine intensive Beschäftigung mit dem Phänomen mittelalterlicher astronomischer Monumentaluhren schlug sich in zahlreichen Publikationen nieder.