PROGRAMM

Deutsche Uhrenindustrie im zwanzigsten Jahrhundert (1914 - 1990)

14. September, 14:00 – 15:00 Uhr

Vor allem dank der zahlreichen Fabriken im Schwarzwald und der Baar war Deutschland im 20. Jahrhundert die führende Exportnation für Großuhren. Doch schon im Zeitalter der Weltkriege begann die volkswirtschaftliche Bedeutung der Uhren zu schwinden. Nach der deutschen Teilung nahm die Uhrenfertigung in West und Ost einem vorübergehenden Aufschwung. In den 1970er und 1980er Jahren scheiterte die Branche an der „Quarzkrise“, der Herausforderung durch Kunststoff und Elektronik. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990 kam die Uhrenfertigung im Westen weitgehend zum Erliegen.

Johannes Graf

Furtwangen

Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Publizistik 1994 Promotion zum Dr. phil. 1995 – 1998 Volontär und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Braunschweigischen Landesmuseum. 1998 bis 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Neugestaltung des Stadtmuseums Schloss Wolfsburg, die 2001 mit dem Niedersächsischen Museumspreis ausgezeichnet wurde. Seit 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen. Zahlreiche Ausstellungen und Veröffentlichungen über historische Uhren und die Geschichte der Zeitmessung.