PROGRAMM

Die Zeit der Physiker. Zeitmessung in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt

14. September, 16:30 – 17:30 Uhr

In den 1930er Jahren schuf das Deutsche Institut für Normgrößen hochgenaue Quarzuhren. Mit ihnen konnte man erstmals die jahreszeitlichen Schwankungen der Erdrotation nachweisen. Ab Ende der 1960er Jahre entwickelte die PTB Atomuhren. Zur Zeit werden dort drei verschiedene Formen an Atomuhren genutzt: primäre Caesiumnormale, Caesiumfontänen und optische Uhren, im Prinzip auf atomare Übergänge stabilisierte Laser. Zwei Fontänenuhren bilden die Grundlage der gesetzlichen Zeit. Ihre Gangfehler liegen bei wenigen Milliardstel Sekunden pro Jahr.

Andreas Bauch

Braunschweig

Nach dem Studium der Physik in Mainz kam er 1983 als Doktorand an die Physikalisch – Technische Bundesanstalt. Bis 2002 prägte er maßgeblich die Weiterentwicklung der Caesiumatomuhren. Später verschob sich sein Interesse in Richtung ihrer Anwendung und der Verfahren, sie über interkontinentale Distanzen miteinander zu vergleichen. Seit den Anfängen begleitet er die Entwicklung des Zeitsystems für das Europäische Satellitennavigationssystems Galileo. Heute leitet er die Arbeitsgruppe „Zeitübertragung“.